Etude No. 11

Wagen Sie
Eskapaden.

Tragen Sie am Morgen ein Abend­kleid. Trinken Sie Rotwein zum Fisch, lieben Sie graue Montage, seien Sie partout ein wenig fou! Schauen Sie beim Gehen nicht auf das Pflaster vor sich, son­dern in­te­res­santen Passanten in die Augen. Vermeiden Sie, s.v.p., um Himmels Willen Abkürzungen, denn Ab­kür­zungen bringen Sie nicht weiter. Sie bringen Sie erst recht niemals en passant in Teufels Cuisine und die muss man doch mal gesehen ha­ben! Es liegt im Wesen von Um­wegen, Überraschungen parat zu haben, und in der Re­gel sind es schöne. Zu diesem Zwecke sind die Stadthöfe mit größter Raffinesse und in wohl­mein­en­der Absicht verwirrend angelegt. Sie verfügen über eine Vielzahl von Eingängen, Höfen und Arkaden, damit Sie sich darin auf das Allerschönste ver­lau­fen, unerwartete Begegnungen und Ent­deck­ungen machen. Eine sehr schöne Etüde für Herr­schaften, die in Hamburg wohnhaft sind, ist eine Über­nach­tung im Hotel. Sie werden sehen, Ihr vertrautes Hambourg wird sich com­plé­tement nouveau anfühlen.

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